Workshops der Chorjugend zu den Themen unserer Beteiligungsrunde!

26 Aug

WorkshopphaseBei so schönen Wetter kann mal auch mal im Freien einen Workshop machen! Die niedersächsische Chorjugend ist gut mit ihren 39 jungen Sänger_innen in Barth angekommen. Die nächsten Tage beschäftigen sie sich in mehreren Workshop mit den Themen unserer Beteiligungungsrunde “Das muss sein! Demografiepolitik jugendgerecht gestalten”.
Wenn ihr auch noch mitmachen möchtet: die Beteiligungsrunde läuft noch bis Sonntag Abend! >Hier< könnt ihr mitmachen!

IMAG2911

Ichmache>Politik zu Besuch im Sommercamp der Landesschüler_innenvertretung Bayern

25 Aug

Immer in den Sommerferien treffen sich in Bayern freiwillig :-) eine Gruppe Jugendlicher, um über Schule zu reden: die LSV Bayern bietet aktiven Vertreter_innen von Schüler_innen eine Woche Austausch, Diskussion, Spaß und Entspannung.
Wir von Ichmache>Politik waren in Ingolstadt dabei, denn wir wollten von jungen Menschen erfahren: “Arbeit ist das halbe Leben! Wie wollt ihr lernen und arbeiten? ” Die Gruppe war ziemlich divers: von unterschiedlichen Schultypen, in unterschiedlichen Altersstufen, Schüler_innen die in der Stadt wohnen und solche die das Landleben (nicht) genießen. Sogar Schüler_innenvertretende aus anderen Bundesländern waren da und haben ihre Meinung zu den Themen mit einfließen lassen.
Zu allererst haben wir uns auf einen Spaziergang begeben. In Paaren spazierten die Teilnehmenden über das Gelände und unterhielten sich angeregt über ihre Schulvergangenheit: Hast du ich auf deinen ersten Schultag gefreut? Was motiviert dich in der Schule? Was machen deine besten Lehrer_innen gut? Was machen deine schlechtesten Lehrer_innen falsch? Fühlst du dich auf die Zukunft vorbereitet? DSC_0004
Mit all diesen Erinnerungen diskutierten wir zum Beispiel über die Hochs und Tiefs des aktuellen Schulsystems.
Um zu erfahren, was für die Zukunft gefordert wird, begaben wir uns nochmal auf eine (Traum)Reise. Gemeinsam erdachten wir uns das Bildungssystem der Zukunft: eine Draußenschule, keine Lehrer_innen, keine Noten, selbstbestimmtes Lernen….. Von diesen Utopien ging es dann an ganz konkrete Forderungen. Alle Forderungen könnt ihr im ePartool nachlesen! Nachgedacht wurde beispielsweise über die Ausstattung von Schulen (moderne Unterrichtsmaterialien, gemeinsame Gestaltung des Schulgebäudes durch die Schulgemeinschaft), über den Schulstruktur (selbst Lernzeiten einteilen, Herausforderungen in der Schule schaffen) oder über Schüler_innenvertretung an sich (eigenes Budget für die Schüler_innenvertretung, SV-Räume).
Die Schüler_innen der LSV denken auf jeden Fall weiter über Schule und mögliche und nötige Entwicklungen nach!

Ichmache>Politik in Mitteldeutschland – ein Workshop über die Bedürfnisse von jungen queeren Menschen

23 Aug

Der Sommerpause und den Ferien zum Trotz folgten queere Jugendliche am 06.08. dem Ruf des Jugendnetzwerkes Lambda Sachsen-Anhalt e.V. in die Franckeschen Stiftungen zu Halle, sich aktiv einzubringen und ihre Meinung zu äußern, was sie als queere Jugendliche in ihrer Region brauchen.

@ichmache-politik_Workshop Lambda  (12)Nach einer kleinen Stärkung nach teilweiser langer Anreise eröffneten wir unseren Tag mit einer Vorstellungsrunde, in dem sich jede_r vorstellte und sein_ihr Pronomen nannte. Um überhaupt einen Überblick zu gewinnen, gab es einen Blick in die Region. Dabei wurde festgestellt, dass es, wenn es überhaupt Angebote für queere junge Menschen gibt, die in Sachsen-Anhalt nur in Halle/Saale und Magdeburg zu finden sind. Der übrige Teil von Sachsen-Anhalt ist regelrecht entkoppelt von jungen queeren Angeboten.

Wir fragten uns, wie die Rahmenbedingungen sein müssten, damit queere Jugendliche im ländlichen Raum teilhaben können. Zentral wurde benannt, dass es wichtig ist, ein Klima der Akzeptanz zu erzeugen, damit queere Jugendliche ohne Angst, wenn sie es für sich entscheiden, outen zu können. Das ist um so wesentlicher, wenn man bedenkt, dass Kirchen und Feuerwehren vor allem in kleinstädtischen, dörflichen Regionen mitunter die einzigen Möglichkeiten sind, sich vor Ort zu engagieren, in denen nach Erfahrungen der Teilnehmenden nicht immer die wünschenswerte offene Atomsphäre vorherrscht. Engagement und die Möglichkeit der Beteiligung gehört für viele zum guten Leben, aber auch eine gewisse finanzielle Stabilität. Darüber hinaus ist es ebenfalls ganz wichtig für die Teilnehmenden, dass eine gute Infrastruktur mit Schulen, Ärzten, Kultur, Öffentlichen Personenverkehr vorherrscht. @ichmache-politik_Workshop Lambda  (2)

Nach diesen großem Arbeitsblock gab es eine Mittagspause mit einem großen Büfett und zahlreichen Gesprächen, die so intensiv waren, dass wir den Start in die nächste Runde etwas verpasst haben. Um so intensiver diskutierten wir die Vielfalt als Chance. Die queeren Jugendlichen nehmen die unterschiedlichsten Gruppen wahr, die Vielfalt abbilden. Dabei kristallisierte sich heraus, dass man sowohl auf kleiner Ebene, mit einen Kleinstadt-CSD, Outing-Scouts für queere Jugendliche auf dem Land oder ein thematisches Dorffest von unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen ausgestaltet, etwas machen kann, wie auch auf höherer, teilweise struktureller Ebene. Hier wurden verstärkte Aufklärungsarbeit benannt, aber auch die Vernetzung von nicht alltäglichen Kooperationspartner bis hin zu „Integrationskursen“ für deutsche Staatsbürger. Abschließend dürften wir uns etwas wünschen, das die Politik im Blick behalten sollte. Genannt wurden mehr Unterstützung, Anerkennung und Flexibilität gegenüber Jugendverbandsarbeit, Gender-Sensibilität in öffentlichen Dokumenten, wie etwa unserer Teilnehmendenliste und Mut, auch etwas Ungewissen in Form von Prävntionsmaßnahmen zu investieren. Nach fünf spannenden und diskussionsreichen Stunden sind wir mit viel mehr Wissen, Vernetzung und neuen Ideen auseinandergegangen.

Beteiligungsworkshop im Rahmen eines inklusiven Sterntal-Feriencamps

20 Aug

Ichmache>Politik konnte diesen Sommer für einen Workshop der Beteiligungsrunde die Teilnehmer_innen der inklusiven Ferienfahrt des Trägers Sterntal in der Lübecker Bucht besuchen. Hier trafen wir 23 Jugendliche zwischen vierzehn und achtzehn Jahren, die vierzehn Tage ihrer Sommerferien Inklusion leben. Gemeinsam schufen sie so einen Ort, an dem Beeinträchtigung, wenn überhaupt nur noch, eine untergeordnete Rolle spielt. Neben unserem Workshop standen – wie es sich in Grömitz, direkt an der Ostsee gelegen, gehört – vor allem Strand, Sonne und Spaß im Vordergrund. @ichmache-politik_Workshop Sterntal 160811 (20)

Gemeinsam haben wir insbesondere zu der Fragestellung gearbeitet, was Jugendliche brauchen, um sich in die Gesellschaft einbringen zu können. Mit Hilfe eines kreativen und gruppengestützten Ansatzes haben wir es allen Jugendlichen ermöglicht, sich in ihrer Weise und mit ihrer Perspektive einzubringen.

Wir starteten kurz nach dem Frühstück mit einem Kennlernbingo in den gemeinsamen Tag. So konnten wir die Teilnehmer_innen und die Teilnehmer_innen sich untereinander nochmal aus einer neuen Perspektive kennenlernen. Dabei ging es hauptsächlich um das Aufdecken gemeinsamer Erfahrungen, die uns für den weiteren Ablauf verbunden und stark gemacht haben.
Im Rahmen eines kurzen Inputs sprachen wir dann über das Recht auf Beteiligung und verschiedene Formen der Umsetzung. Dabei sparten wir auch nicht aus, dass jugendliche Beteiligung häufig leider auch nur auf einer Scheinebene abläuft. Von solchen Erfahrungen konnten die Teilnehmer_innen in der darauffolgenden „Motz- und Meckerrunde“, die in Form eines World Cafés stattfand, berichten.
Auf vielen bunten Flipcharts beantworteten die Jugendlichen beispielsweise die Frage danach, in welchen Situationen sie sich als Jugendliche nicht ausreichend ernstgenommen fühlen, aber auch danach, welche Angebote ihnen an ihrem Wohnort fehlen.

Nachdem wir auf diese Weise einige Kritik sammeln konnten, konzentrierten wir uns dann darauf, selbst auf kreative Weise Vorschläge für die Entwicklung einer jugendgerechten Lebensumwelt zu entwickeln. Die Teilnehmer_innen bildeten dazu Teams, deren gemeinsames Ziel darin bestand, kooperativ eine jugendgerechte Stadt auf Papier zu erträumen. Die Wege, die hierzu gewählt wurden, umfassten viele verschiedene Materialien. Während einige Jugendliche mit Kreide aktiv wurden, setzten andere Teilnehmer_innen auch Baustein, Stift und Schere ein.

@ichmache-politik_Workshop Sterntal 160811 (1)So entstanden schlussendlich drei einzigartige, utopische Entwürfe, die jugendliche Wünsche an eine lebendige Umwelt anschaulich verwirklichen. Ein großer Aspekt in fast allen Kleingruppen war das Thema Schule. Forderungen nach einem späteren Schulstart, mehr Freizeit, mehr Mitbestimmung in der Gestaltung von Bildung oder dem Hinterfragen von Bewertungssystemen standen im Raum. Ebenfalls vom Großteil der Teilnehmenden wurde die Forderungen nach mehr Tier- und Umweltschutz geteilt. Die Konsumhaltung der heutigen Generation darf sich nicht negativ auf die nächsten Generationen auswirken. Auch Begegnungsorte für Jugendliche sind stark nachgefragt: ob Spielplatz, Bolzfläche oder Kino! Die Jugendlichen wünschten sich außerdem mehr Eigenverantwortlichkeit und dafür die Reduzierung von Altersgrenzen bei Konsumgütern oder Spielen. Auch die Bedürfnisse geflüchteter Jugendlicher hatte die Gruppe fest im Blick: Neben Wohnraum fordern sie auch unkomplizierten Zugang zu Bildungsangeboten und Arbeitsplätzen.

Gemeinsam beschlossen wir den Tag mit dem positiven Gefühl, wichtige Themen in den Fokus genommen zu haben und bedanken uns für den spannenden Tag in Grömitz!

Jetzt noch mit>machen bis zum 28.08.!

19 Aug

Wer noch bei unserer Beteiligungsrunde “Das muss sein! Demografiepolitik jugendgerecht gestalten” mitmachen möchte, aber bisher nicht dazu gekommen ist, Forderungen und Ideen unter http://go.dbjr.de/imp-dasmusssein-beitraege einzutragen, muss sich langsam sputen: nächstes Wochenende läuft die Frist ab!
Also: nutzt die kommende Woche und tragt eure Vorschläge für eine jugendgerechte Demografiepolitik ein!

mitmachen_web_2808