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Arbeit ist das halbe Leben! Wie wollt ihr lernen und arbeiten?

2 Feb

Eure besten Freund_innen ziehen nach dem Schulabschluss in die Stadt, weil sie vor Ort keine Ausbildung finden, geschweige denn studieren können? Ihr selbst legt morgens eine lange Busfahrt zur Schule zurück und am Nachmittag müsst ihr müde wieder zurück?

Welche Ideen habt ihr, um Bildung und Ausbildung sicher zu stellen oder wisst ihr, wie Schulen vor der Schließung bewahrt werden können? Vielleicht wollt ihr für das Studium oder die Ausbildung nicht weit weg ziehen und habt Vorschläge für Änderungen im Ausbildungssystem oder an den Hochschulen? Was müssen Unternehmen leisten, um junge Leute in der Region zu halten und was macht Arbeitsplätze für Euch attraktiv?
Macht mit und sagt uns eure Meinung!

Hier geht’s los >> go.dbjr.de/imp-demografiepolitik-fragen

Zeichnung (Anne Bergfeld): Mädchen über und über beklebt mit To-Do-Listen

©Anne Bergfeld/Ichmache>Politik

 

Was braucht ihr zum guten Leben?

19 Jan

Ihr wollt mobil sein, zum Sport oder ins Kino gehen, euch ehrenamtlich engagieren und nicht erst Stunden fahren, bis ihr alles Wichtige kaufen könnt? Doch der Bus kommt nur zweimal am Tag vorbei? Einen Arzt gibt es nur in der nächsten Kreisstadt? Schwimmbäder oder Jugendzentren sind geschlossen, weil die Stadt kein Geld mehr dafür hat?

Zeichnung Skelett an Bushaltestelle - Hier ist nix los

©Anne Bergfeld/Ichmache>Politik

Wir wollen wissen, was sich bei euch – ob Land oder Stadt – verändern muss, damit ihr gern dort lebt und damit ihr dort bleiben wollt!
Macht mit und sagt uns eure Meinung!

Hier geht’s los >> http://go.dbjr.de/imp-demografiepolitik-fragen

Das muss sein! Demografiepolitik jugendgerecht gestalten

7 Jan

Neue Beteiligungsrunde ist gestartet!

Der Begriff „Demografischer Wandel“ ist kein abstraktes Wort, das nur Statistiker_innen oder Politiker_innen nutzen. Ganz sicher könnt ihr diesen Wandel auch in eurem Alltag erleben: Die Bevölkerungsstruktur verändert sich, ältere Menschen werden immer mehr, es gibt weniger junge Leute als noch vor einigen Jahren. Das hat Auswirkungen auf das Zusammenleben und Politik muss sich verändern, um allen gerecht zu werden – Alten wie Jungen.ImP-AG (2)

Doch wie genau sollte diese Veränderung aussehen? Diese Frage versucht die Bundesregierung gemeinsam mit Fachleuten zu beantworten. Am Ende soll daraus die Demografiestrategie der Bundesregierung entstehen. Die AG „Jugend gestaltet Zukunft“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) achtet dabei besonders darauf, was für junge Menschen wichtig ist.

In dieser Beteiligungsrunde wollen wir euch nach euren Ideen und Meinungen dazu fragen. Denn sicher habt ihr eine Vorstellung davon, wie die Gesellschaft für euch lebenswert gestaltet werden kann und genau die wollen wir von euch erfahren!

Demografie betrifft viele Bereiche. Deshalb geht es in FRAGE 1 darum, wie die Infrastruktur bei euch vor Ort verbessert werden kann. Um das Thema Engagement und Beteiligung soll es in FRAGE 2 gehen: Was braucht ihr, damit ihr euch engagieren könnt? In FRAGE 3 geht es um die Themen Schule, Ausbildung und Arbeit: Welche Ideen habt ihr, damit ihr eine gute Ausbildung machen und einen guten Job finden könnt? Um ein buntes und vielfältiges Zusammenleben geht es in FRAGE 4: Woran fehlt es, damit wir alle miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft leben können? In FRAGE 5 geben wir euch die Möglichkeit, Themen anzusprechen, die ihr wichtig findet und nach denen nicht gefragt wird. Damit Politik das hoffentlich bald mit euch in den Blick nimmt.

Macht mit und macht Politik!

Image < JUGEND > Internet: das sind eure Forderungen!

2 Dez

Vom 20.Mai bis 20.Oktober habt ihr off- & online eure Forderungen und Ideen zu Image < JUGEND > Internet gesammelt, bei uns im ePartool eingetragen und dann die gesammelten Beiträge gevotet. Konkret ging es um das Bild der Jugend in der Öffentlichkeit sowie um Angebote für junge Menschen, digital und vor Ort.

Foto:  a_sto/photocase.de

Foto: a_sto/photocase.de

Und wie ist es nun, euer Bild der Jugend?

„Wir sind nicht unpolitisch und gleichgültig!“ Ihr sagt, dass es ein verzerrtes und nicht realistisches Bild von Jugend in den Medien gibt. Ihr fordert deshalb, dass viel mehr aus eurer Perspektive gesprochen wird.
„Wir wollen ernsthaft beteiligt werden!“ Ihr betont auch, wie wichtig das Thema Beteiligung für euch ist. Denn dazu, in der Gesellschaft ernst genommen und gehört zu werden, gehört für euch vor allem , dass ihr an politischen Entscheidungen, die euch etwas angehen, beteiligt werdet. Deshalb fordert ihr die Beteiligung und Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen auf allen Ebenen der Gesellschaft.
„Leistungsdruck tötet politisches Engagement!“ Viele junge Menschen fühlen sich von außen bestimmt und enormen Erwartungen ausgesetzt: Familie, Freunde, Schule, Studium, Beruf und Engagement, all das soll unter einen Hut gebracht werden. Ihr fordert deshalb weniger Leistungsdruck, denn das schafft Freiräume, um sich stärker in die Politik und die Gesellschaft einzubringen.

Und welche Angebote und Voraussetzungen braucht ihr im Netz und vor Ort?

„Meine Daten bleiben meine Daten!“ Ihr nutzt das Netz selbstverständlich und ständig. Für euch stellt es keine zweite Realität dar, sondern ergänzt und bereichert euer Leben. Aber auch ihr spürt den Druck, immer online und erreichbar zu sein. Und euch ist das Thema Sicherheit und Datenschutz sehr wichtig. Zugleich sagt ihr, dass Online-sein teuer ist. Daher fordert ihr einen freien Zugang aller Jugendlichen zu angemessener Hardware und ein bundesweites freies W-LAN.
Nur Medienkompetenz ist wirksamer Jugendmedienschutz: Damit sich junge Menschen besser vor Datenmissbrauch, Viren, Hacking oder Cybermobbing schützen können, wünscht ihr euch die Einführung des Schulfachs Neue Medien.
„Vor Ort muss sich was bewegen“ Damit ihr euch auch in ländlichen Regionen wohl fühlt und nicht gezwungen seid, in die Stadt zu ziehen, fordern ihr, die Infrastruktur auf dem Land zu verbessern. Dazu gehört zum Beispiel ÖPNV, bezahlbarer Wohnraum, Dienstleistungen und Bildungsmöglichkeiten vor Ort und Familienfreundlichkeit. Aber auch die Freizeitmöglichkeiten müssen ausgebaut werden. So fordert ihr, dass ihr die Möglichkeit bekommt, ihre Hobbies direkt vor Ort auszuüben. Ihr fordert auch eine Anerkennung eures Engagements durch die Gesellschaft und einen Ferienschutz, um dieses Engagement besser zu ermöglichen. Partizipation ist ein entscheidendes Kriterium für euch, um sich vor Ort wohl zu fühlen und dort zu bleiben.

>> Die ausführliche Zusammenfassung eurer Forderungen findet ihr hier.

Und wie geht es damit weiter?

Eure Ideen und Forderungen fließen in die Arbeit der AG „Jugend gestaltet Zukunft“ und damit in den bundesweiten Prozess zur Entwicklung einer Demografiestrategie ein. Ganz konkret hat die AG „Jugend gestaltet Zukunft“ zugesagt, sich damit auseinanderzusetzen und euch im Anschluss ein Feedback zu geben.

Demografiepolitik gestalten geht nur mit jungen Menschen – ein Bericht aus Friesland

16 Apr

IMG_20150414_175714Am Dienstag und Mittwoch fand die Frühjahrstagung der AG „Jugend gestaltet Zukunft“ statt, dieses Mal in Friesland. Friesland ist einer von vier Modelllandkreisen im ländlichen Raum, die von der AG in den nächsten beiden Jahren besucht werden.
Im Mittelpunkt der Tagung stand die Ausarbeitung einer Handreichung zur Berücksichtigung der Belange von Jugendlichen in der Demografiestrategie. Die Handreichung soll eine „Jugend-Brille“ sein, die sich die erwachsenen Fachleute und Experten aufsetzen können, um die Themen des demografischen Wandels aus der Sicht von jungen Menschen zu betrachten. Denn wir finden: Demografiepolitik kann nur mit jungen Menschen gemeinsam gestaltet werden!
Zu Beginn der Tagung wurden die Ergebnisse einer Jugendkonferenz von jungen Menschen aus Friesland vorgestellt. Die Themen, mit denen sich die Jugendlichen vor Ort beschäftigt haben waren u.a. Mobilität, Schule, Berufsausbildung, Umgang mit Vielfalt und jugendgerechte Kommune. Viel gehört haben wir während der Tagung auch über Aktionen und Strategien in Friesland, die den Folgen des demografischen Wandels in den Gemeinden im ländlichen Raum entgegenwirken sollen.
Ichmache>Politik hat auf der Tagung über die Aktivitäten in den letzten Monaten berichtet und die neue Beteiligungsrunde angekündigt, die im Mai starten wird, damit Eure Meinung zu den Themen des demografischen Wandels in die Arbeit der AG „Jugend gestaltet Zukunft“ einfließen kann.
Was wir für uns aus der Tagung mitgenommen haben: eine Jugend-Brille ist notwendig und wir sind hochmotiviert, die Meinung und das Wissen junger Menschen in den Prozess einzubringen.