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Das muss sein! Demografiepolitik jugendgerecht gestalten

7 Jan

Neue Beteiligungsrunde ist gestartet!

Der Begriff „Demografischer Wandel“ ist kein abstraktes Wort, das nur Statistiker_innen oder Politiker_innen nutzen. Ganz sicher könnt ihr diesen Wandel auch in eurem Alltag erleben: Die Bevölkerungsstruktur verändert sich, ältere Menschen werden immer mehr, es gibt weniger junge Leute als noch vor einigen Jahren. Das hat Auswirkungen auf das Zusammenleben und Politik muss sich verändern, um allen gerecht zu werden – Alten wie Jungen.ImP-AG (2)

Doch wie genau sollte diese Veränderung aussehen? Diese Frage versucht die Bundesregierung gemeinsam mit Fachleuten zu beantworten. Am Ende soll daraus die Demografiestrategie der Bundesregierung entstehen. Die AG „Jugend gestaltet Zukunft“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) achtet dabei besonders darauf, was für junge Menschen wichtig ist.

In dieser Beteiligungsrunde wollen wir euch nach euren Ideen und Meinungen dazu fragen. Denn sicher habt ihr eine Vorstellung davon, wie die Gesellschaft für euch lebenswert gestaltet werden kann und genau die wollen wir von euch erfahren!

Demografie betrifft viele Bereiche. Deshalb geht es in FRAGE 1 darum, wie die Infrastruktur bei euch vor Ort verbessert werden kann. Um das Thema Engagement und Beteiligung soll es in FRAGE 2 gehen: Was braucht ihr, damit ihr euch engagieren könnt? In FRAGE 3 geht es um die Themen Schule, Ausbildung und Arbeit: Welche Ideen habt ihr, damit ihr eine gute Ausbildung machen und einen guten Job finden könnt? Um ein buntes und vielfältiges Zusammenleben geht es in FRAGE 4: Woran fehlt es, damit wir alle miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft leben können? In FRAGE 5 geben wir euch die Möglichkeit, Themen anzusprechen, die ihr wichtig findet und nach denen nicht gefragt wird. Damit Politik das hoffentlich bald mit euch in den Blick nimmt.

Macht mit und macht Politik!

leben – treffen – bleiben: Was braucht ihr?

3 Nov

Weniger Leute bedeuten weniger Angebote. Nach dieser Formel werden vor allem in sogenannten ländlichen Regionen zum Beispiel Jugend- und Freizeitangebote dicht gemacht. Auch die Nahversorgung (wie Bäckereien, Metzgereien und Supermärkte) verschwindet, der Weg zu Arzt oder Ärztin sowie zur Apotheke ist weit, die schnelle Versorgung in Notfällen immer weniger gesichert. Das trifft Jung und Alt. Und das beginnt auch in den urbanen Regionen und an den Rändern großer Städte.
Deshalb hatten wir gefragt: Was könnte und müsste man tun, um das zu ändern? Gibt es eine bessere Formel als weniger = weniger? Welche Angebote brauchen junge Menschen und wie lassen sie sich sichern?

Ein paar erste Antworten dazu haben wir von euch schon im Rahmen der #jungeThemen BarCamps im September bekommen. Dort habt ihr eure Ideen und Wünsche dazu gezeichnet und gefilmt. Das sieht zum Beispiel so aus:

„Angebote und Freiräume für junge Menschen trotz demografischem Wandel“ – Stimmen aus der Jugendpolitik an euch – Heute: Matthias Laurisch

3 Aug

Demografischer Wandel, das heißt unter anderem, dass es im Vergleich zur Gesamtgesellschaft immer weniger junge Menschen gibt. Viele gesellschaftliche Akteure spüren dies bereits heute, denn die Mitgliedszahlen junger Menschen bei ihnen sinken. Viele Angebote sind jedoch nur mit einer bestimmten Gruppengröße durchführbar. Daher stellt sich oft die Frage: wie erreiche ich weiterhin junge Menschen?

Foto: Bläserjugend

Foto: Bläserjugend

Ein „Kampf“ um Kinder und Jugendliche, die ausschließlich Lücken in der Mitgliedschaft oder im Budget schließen, um bestehende Angebote der Erwachsenenwelt aufrecht zu erhalten, kann dabei nicht der richtige Weg sein. Ebenso wenig kann ein gesellschaftlicher Druck die Engagementbereitschaft junger Menschen fördern.

Alle Kinder und Jugendliche sollen sich freiwillig und aufgrund eigener Interessen für eine außerschulische Betätigung entscheiden. Dafür brauchen sie gute Angebote und den Freiraum, diese wahrzunehmen. Für uns in der Bläserjugend bedeutet das: Partizipation, Freiwilligkeit und ein an den vielfältigen Interessen und Lebenslagen junger Menschen orientiertes Angebot. Dies schafft Zugänge und wirkt anziehend auf junge Menschen. Auch für Freiraum von jungen Menschen setzen wir uns als Deutsche Bläserjugend ein, selbst dann, wenn sich junge Menschen nicht für das Musizieren, sondern für eine andere spannende und für sie passende Betätigung entscheiden.

*Matthias Laurisch arbeitet als Referent für Bildung und Jugendpolitik bei der Deutschen Bläserjugend (DBJ) in Berlin. Er ist für die DBJ unter anderem Mitglied im Hauptausschuss des Deutschen Bundesjugendrings und vertritt dort die ca. 350.000 jungen Menschen, die in ihrer Freizeit in Blasorchestern, Spielmannszügen, Fanfarenzügen und ähnlichen Ensembles musizieren und gemeinsame Zeit verbringen.

*In unserer Reihe “Stimmen aus der (Jugend-)Politik an euch” schreiben Akteur_innen aus der AG “Jugend gestaltet Zukunft”, aus dem Kontext der Demografiestrategie der Bundesregierung sowie der Jugendverbandsarbeit und erzählen, warum sie Beteiligung für wichtig halten, wo diese möglich ist und wie das ihrer Meinung nach aussehen kann.
Diese Meinungen sind keine Meinungen des Projekts Ichmache>Politik.

Was ist demografischer Wandel?

11 Mrz

Die Jüngeren werden immer weniger und die Älteren immer mehr  – demografischer Wandel bedeutet aber noch viel mehr!

Immer weniger junge Menschen
In den nächsten Jahrzehnten soll die Bevölkerung in Deutschland deutlich schrumpfen. Das liegt daran, dass jedes Jahr weniger Menschen geboren werden als sterben. Da wir aber immer länger leben, „altert“ die Bevölkerung auch, d.h. es wird immer weniger junge Menschen geben. Eine alternde Bevölkerung braucht z.B. mehr Pflegeeinrichtungen. Aber auch die jungen Menschen haben Bedürfnisse!

Migration
Ein anderer Faktor, der Bevölkerungsstrukturen beeinflussen kann ist z.B. Migration. Derzeit wandern in Deutschland mehr Menschen ein als aus und steigern so die Bevölkerungszahl. Da meist mehr junge Menschen migrieren, können diese die Gesellschaft verjüngen.

Stadt und Land
Ländliche Räume verlieren oft Einwohner_innen, die der Arbeit hinterher in die Städte ziehen. Dennoch brauchen die Menschen auf dem Land weiterhin Schulen, Krankenhäuser usw. Viele Stadtregionen haben Bevölkerungszuwächse. Dort werden deshalb immer mehr Einrichtungen und Wohnungen gebraucht.

kallejipp / photocase.de

kallejipp / photocase.de

Und was bedeutet das für junge Menschen?
Politische Entscheidungen betreffen uns alle und nicht nur ältere Menschen. Wir möchten mitbestimmen, unter welchen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wir leben. Dazu gehören z.B. gute Bildung und Arbeitsperspektiven, bezahlbarer Wohnraum, Mobilität, ein gerechtes Sozialsystem, eine sichere Rente – also eine nachhaltige Politik in allen Bereichen! Hier ist es wichtig, Politik mitzugestalten!

Hier nochmal ausführlicher und mehr dazu unter Junge Politik und unter der Kategorie Demografie.

Die Demografiestrategie – was ist das eigentlich?

2 Mrz

 

Vom demografischen Wandel hat jede_r schon mal gehört. Die Jüngeren werden immer weniger und die Älteren immer mehr, kurz gesagt unsere Bevölkerungsstruktur verändert sich. Doch warum ist das eigentlich so? Und was verändert sich durch diesen Wandel überhaupt? Das hat sich die Bundesregierung gefragt und deshalb einen Prozess begonnen, in dem diese Fragen beantwortet werden sollen. Dieser Prozess ist die Entwicklung einer Demografiestrategie, die lösen soll, wie die Bundesregierung auf diese Veränderungen am besten reagiert.
Demografie_Weil das alles für junge Menschen sehr wichtige Themen sind und diese Entscheidungen immer auch mit Blick auf die Interessen und Belange junger Menschen getroffen werden sollten, beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe „Jugend gestaltet Zukunft“ aus Sicht junger Menschen mit dem Thema demografischer Wandel. Auch in die Demografiegipfel sollen die Ergebnisse aus der AG „Jugend gestaltet Zukunft“ einfließen. Zu so einem Demografiegipfel lädt die Bundesregierung alle am Prozess Beteiligten ein, um dort die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse und Ziele der weiteren Zusammenarbeit zu diskutieren und einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen (die nächsten Gipfel sind im Septemmenr 2015 und Sommer 2017).
Um Euch über diesen Prozess zu informieren, erzählen wir Euch jede Woche etwas Neues zum Thema Demografie und zur Arbeit der AG „Jugend gestaltet Zukunft“. Nächste Woche geht es los mit „Was genau ist eigentlich demografischer Wandel und was bedeutet er für mich?“